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Juristische Unternehmensberatung

Der Berufsstand der Rechtsanwälte beschränkt sich zum überwiegenden Teil auf die Bearbeitung von Angelegenheiten, die bereits gescheiterte, verfahrene oder abgeschlossene, jedenfalls aber verletzte menschliche Beziehungen betreffen. Es sind dann Entscheidungen gefragt, die eine juristische Lösung herbeiführen; dies sind regelmäßig "Verlustgeschäfte". Entweder es mangelt am Gerechtigkeitsaspekt (Jeder fühlt sich im Recht!) oder es werden Federn gelassen, weil sich keiner dieses Rechtssystem noch leisten kann. Wo selbst die Gerichte gehalten sind, Streitigkeiten vornehmlich durch schnelle Vergleiche zu erledigen, wird es für die Parteien zunehmend schwierig, die im Urteilsfall langwierigen Prozesse mit unbekanntem Risiko zu verkraften.
Dem klassischen Wirtschaftsanwalt bleibt meist nur die Verwaltung und Gestaltung der notwendigen systemgerechten Formalitäten, oft verbunden mit hohen Gebührenforderungen, die den Einzelnen schlicht überfordern.

Ich habe im Laufe meiner Berufstätigkeit als Anwältin die Erfahrung gemacht, dass ich durch die Anwendung von juristischem Fachwissen, die fortwährende Praxis der Konfliktbewältigung und die ständige Berührung mit existenziellen Lebensfragen meine Qualifikationen signifikant erweitert habe. Dies geht über die bloße Betreuung in Streitfragen, deren Bereinigung oder die Gestaltung von Verträgen weit hinaus. So habe ich u.a. die Fähigkeit entwickelt, die Entwicklung menschlich problematischer Beziehungen frühzeitig zu erkennen, Störfaktoren zu identifizieren, unerwünschte Abweichungen von den formalen Grundlagen der Geschäftstätigkeit aufzuzeigen oder schlicht Streitpotenziale zu analysieren und zu bewerten. Diese Fähigkeiten habe ich in den letzten Jahren vertieft; in denen ich die Aufgabe übernommen hatte, die Produktentwicklung, den Markenschutz, den Aufbau von Vertriebsstrukturen und schwerpunktmäßig die Verbesserung der Personalpolitik in verschiedenen Unternehmen kleiner und mittlerer Größe als juristische Beraterin zu betreuen.

Durch gezielte Analyse lassen sich nicht nur Kosten sparen und durch die Schaffung schlankerer Strukturen Umwege vermeiden. Es werden darüber hinaus neue Chancen entdeckt, ungewohnte Perspektiven eröffnet, konstruktives und koordiniertes Miteinander gefördert, Denkfallen aufgedeckt sowie Hürden auf dem Weg zu künftigen Erfolgen beseitigt.

Gerade heute sind Kreativität und verantwortungsbewusster Optimismus gefragt, der "ehrbare Kaufmann" und Produkte als auch Dienstleistungen sind gefragt, die an ethischen Standards ausgerichtet sind. Wer in diesem Wettbewerb erfolgreich sein will, muss den Wert seines Unternehmens hinsichtlich sämtlicher Einflussfaktoren frühzeitig einer kritischen Prüfung unterziehen und alle vorhandenen Kräfte optimal einsetzen, um Stabilisierung, Erneuerung und Weiterentwicklung zu ermöglichen.

Die Zeichen der Zeit fordern einen klaren Blick auf das Brauchbare und Wirksame. Strategien, die der kurzfristigen Abschöpfung dienen, die nur Motivationsschübe von geringer Dauer und Wirksamkeit bewirken um letztlich als verbal unverbindliche Absichtserklärungen zu enden, sind kostspielig, ineffektiv und Kräfte zehrend. Zur nachhaltigen Verbesserung des Wirtschaftens benötigen wir die richtigen, auf den konkreten Bedarf des Unternehmens bezogenen Fragen und kreative Ideen für realisierbare Veränderungen. Die nachhaltige Existenzgrundlage für die Unternehmen braucht die Achtung vor dem Potenzial der Mitarbeiter und deren optimalen Einsatz. So bedeutet erfolgreiches Management im Kern immer Stimmungs- oder besser noch Stimmigkeitsmanagement. Hier ist der entschlossene Schritt vom kurzfristig erfolgsorientierten Management zur nachhaltig wirksamen Führung unabdingbar.

Mein Ansatz zur verantwortlichen Durchführung derartiger Veränderungsprozesse beginnt beispielhaft mit folgenden Fragen:

"Wer" - Führungsebene

Optimierung der Direktionsaufgaben
Konzentration auf das Wesentliche
Analyse der Wertschöpfungsketten
Schaffung eines Bewusstseins für sensible Themen
Methodenanalyse
Mediation der Entscheidungsträger

"Was" - Namen + Produkt

gewerberechtliche Betrachtung (Urheber-, Marken-, Geschmacksmusterrechte)
Markenpflege
"Anmutung der Marke"
Potenzial für "Zweitmarken"

"Ob" und "wie" - innere und äußere Verbindlichkeiten

Vertragsprüfung, Vertragsgestaltung
Prüfung und Erstellung sonstiger Regelwerke (z.Bsp.: AGB, innerbetriebliche Regeln)
Ethikrichtlinien

"Warum" - innerbetriebliche Stimmigkeit

Streitpotenziale erkennen und auflösen
Mobbing aufspüren und entkräften
Talentsuche (als Alternative zu unbefriedigender Einsatzplanung)
Erfolgsorientierung (als Alternative zu wirkungsschwacher Zielvereinbarung)
Aufmerksamkeit (als Alternative zu hierarchischer Kontrolle)
Konsequente Umsetzung der Erkenntnisse

"Darum" - kraftvolle Vision

Richtung weisen
Mut machen
Horizont erweitern
Visionen verwirklichen

Jedes Unternehmen unterliegt der begrenzten Kalkulierbarkeit seiner komplexen Wirkzusammenhänge, insbesondere auch der zwischenmenschlichen Unwägbarkeiten. Werden die vorstehenden Fragen entschlossen bearbeitet, setzt man einen Prozess in Gang, der je nach Eigenart des Unternehmens individuell und fachkundig unterstützt werden muss.

Wenn das Unternehmen wieder "rund läuft", wird sich dies auf die Unternehmensumwelt übertragen, das Unternehmen nimmt wieder "Fahrt auf", die beabsichtigten Erfolge werden sich einstellen.

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